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"Mmm…mm…" Leise summte Bastian, auch genannt Basti, das Lied aus dem Radio mit. Er kannte den Text nicht, doch das war ihm egal, denn meistens achtete er sowieso nur auf die Melodie, außerdem hörte ihn hier in der Küche ja niemand.
"Hm...hm...mmm..." Mit einer schwungvollen Bewegung zog er den Spüllappen über den Teller, entfernte so die Essensreste von dem weißen Porzellan. Spülen war eigentlich nicht seine große Leidenschaft, aber da sich Robin, sein Lebensgefährte, wieder einmal einfach aus dem Staub gemacht hatte, blieb ihm wohl nichts anderes übrig. Nun ließ er im Takt der Musik das Besteck einzeln in die Spüle fallen, hüpfte jedoch jedes Mal vor den spritzenden Tropfen rechtzeitig in Deckung.
Er hatte heute einfach gute Laune.
Einen eleganten Hüftschwung hinlegend, verbunden mit einer dreiviertel Drehung, stellte er ein schon abgetrocknetes Glas in den Schrank, dessen Tür er kurz darauf mit einem lässigen Fußtritt wieder schloss. Robin hatte ihm schon oft vorgehalten, wie lange er doch für ein paar Teller und Gläser brauchte, doch es störte Basti nicht. Er machte es eben auf seine Art.

Als der Refrain einsetzte, schnappte er sich eine Suppenkelle, und sang in sein improvisiertes Mikrofon. Kurz fuhr er sich durch die kurzen blonden Haare, als wäre er Leonardo DiCaprio und vollführte dabei wieder eine Drehung. Mit gekonnten Schrittfolgen tanzte er einmal um den Küchentisch, seine Künste von den langweiligen Tanzstunden nutzend und zog sich dann einen Stuhl heran, auf den er sich rittlings fallen ließ. Die Kelle noch immer vor den Mund haltend, beugte er sich aufreizend langsam nach hinten, bog sein Kreuz dabei durch, wiegte den Oberkörper sacht hin und her und warf seinen Kopf von einer in die andere Richtung. Er liebte es, so zu tun, als wäre er ein bekannter Popstar, so zu tun, als tanzte er für eine ihm zujubelnde Menschenmenge.
Als er dann jedoch ein leises Lachen aus Richtung der Tür vernahm, wäre er fast hintenüber gekippt. Gerade noch konnte er sich hochhieven und an der Lehne des Stuhls festhalten. Zornig warf er einen anklagenden Blick in diese Richtung aus der er das Lachen vernahm.
"Robin!!! Ich hasse es, wenn du dich einfach so anschleichst! Du hast mich fast zu Tode erschreckt! Hättest du dich nicht anders bemerkbar machen können?!"
Zurück kam wieder ein Lachen, dieses Mal jedoch sanfter.
"Tut mir leid, aber du sahst einfach zu genial aus, da konnte ich nicht anders. Und dann noch mit dieser Schürze mit den Röschen drauf, die du mal von deiner Mutter bekommen hast, einfach zum Anbeißen!"
Basti drehte beleidigt den Kopf weg und erhob sich.
"Ja, ja, mach dich ruhig über mich lustig..."
Der Andere grinste.
"Hab dich nicht so, Kleiner, ich sagte doch, dass es mir leid tut. Außerdem, was kann ich dafür, wenn du beim Spülen so komische Verrenkungen machst?"
"Du hast eben keine Ahnung! Das waren keine Verrenkungen, sondern ich habe getanzt.", schnaubte Basti, während er den Stuhl wieder zurecht rückte. Dann begab er sich wieder zurück zum Spülbecken und begann, im mittlerweile kalt gewordenen Wasser, die restlichen Teller zu säubern, bis Robin ihm unvermittelt in den Nacken pustete und ihm vor Schreck eine Gabel wieder aus der Hand fiel.
"Verdammt, Robin, hab ich nicht gerade gesagt, dass du dich nicht immer so anschleichen sollst?!" Doch sein Ton war nicht anklagend wie vorher.
Seufzend nahm Basti den nächsten Teller in die Hand, fuhr mit dem Spültuch darüber und legte ihn danach auf die Ablage. Als er seine Hand zurückziehen wollte, legte sich eine Hand um sein Handgelenk.
"Robin?"
Dieser jedoch hauchte nur einen Kuss in seinen Nacken und Basti erschauerte.
"Du hältst mich von meiner Arbeit ab."
"Was für eine Arbeit?..."
"Das Spülen natürlich."
"Das nennst du Arbeit? Obwohl, so lange wie du für das bisschen brauchst..."
Basti erschauerte erneut, als Robins Zunge leicht seine empfindliche Haut berührte und sein warmer Atem über seinen Nacken strich. Tapfer versuchte er sich auf seine Tätigkeit zu konzentrieren, doch Robin machte es ihm verdammt schwer. Dessen Hand, die immer noch die seine festhielt, wurde langsam zurückgezogen, während der Daumen immer wieder leicht über Bastis Handfläche strich, bis zu Robins Kopf. Schnell drückte er einen Kuss darauf, bevor er sie sich um den Nacken legte, sich dabei von hinten an den anderen schmiegte.
"Robin..."
"Ja?"
"Lass das... nicht jetzt, ich will das erst noch zuende spülen, sonst wird das Wasser kalt...", sagte Basti leise, lehnte aber doch seinen Kopf an die breite Brust seines Freundes hinter sich.
Probeweise tauchte Robin Mittel- und Zeigefinger in das Spülwasser.
"Es ist doch schon kalt.", stellte er fest, ließ die kühlen Tropen des Wassers, die an seinen Fingern haften geblieben waren, wie zufällig auf Bastis Unterarm tropfen, was diesem ein Seufzen entlockte.
Just in diesem Moment setzte im Radio ein neues Lied an. Eines, was beide nur zu gut kannten.
Basti begann zu kichern. "Erkennst du's wieder?", fragte er.
"Aber sicher doch."
"Damals haben sie es in der Bar gespielt, an dem Tag, als wir uns kennen lernten."
Ein Lächeln umspielte Robins Lippen, als er antwortete.
"Ja, ich erinnere mich. Jedes zweite Lied, das sie gespielt haben, war das hier."
"Es hat mich ganz schön genervt."
"Das hat man gemerkt! Du warst sogar so genervt, dass du auf die Bühne gestiegen bist und mitgesungen hast. Jedenfalls so lange, bis du das Gleichgewicht verloren hast und direkt in meine Arme gefallen bist."
Basti grinste und drehte sich um, um seinem Freund in die Augen blicken zu können. "Der beste Fehltritt meines Lebens...", sagte er, kraulte dabei Robins Nacken, wobei dieses Mal Tropfen von seiner Hand perlten.
"Hm... Ich habe ja immer an das Sprichwort ‚Alles Gute kommt von oben!' geglaubt...", lächelte Robin und blickte verliebt auf seinen Freund herab; er war immerhin einen halben Kopf größer als dieser. Dann gab er ihm einen sanften Kuss und steckte ihm die freie Hand entgegen.
"Darf ich bitten?"
Eine eindeutige Aufforderung.
"Ich dachte, du verschmähst meinen Tanzstil."
Ein Grinsen. "Nur, wenn du diese Schürze trägst und mit einer Suppenkelle tanzt." Schnell löste Robin die Schleife der Schürze an Bastis Rücken und warf das tischtuchähnliche Stück Stoff mit einer gekonnten Bewegung in die Ecke. "So gefällst du mir wesentlich besser."
Basti schaute seiner Schürze nach, wie sie durch die Luft flog, bevor er sich wieder Robin zuwandte und dessen dargebotene Hand ergriff, um sie sich auf die Hüfte zu legen. Seine eigene legte er zu seiner anderen um Robins Nacken, zog diesen ein bisschen näher zu sich heran.
"Du hast eben keine Ahnung von Stil.", murmelte er und lehnte seine Wange an die Brust seines Freundes, der sofort beide Arme um den Kleineren schlang, die Führung übernahm und sie leicht zu der Musik hin und her wiegte.
"Close your eyes, give me your hand, darling Do you feel my heart beating, do you understand Do you feel the same, am I only dreaming Is this burning an eternal flame"
"I believe it's meant to be, darling I watch you when you are sleeping, You belong to me Do you feel the same, am I only dreaming Or is this burning an eternal flame"
"Say my name, Sun shines through the rain A whole life so lonely, and then you come and ease the pain
I don't want to lose this feeling"

"Hm…" Basti seufzte zufrieden, schmiegte sich noch ein wenig enger an den anderen. Er genoss es, von den starken Armen seines Freundes gehalten zu werden, genoss das ruhige und gleichmäßige Herzklopfen, das er an seiner Wange spürte. Jeden Augenblick, den er mit Robin verbrachte, schien er auf Wolkesieben zu schweben.
"Say my name, Sun shines through the rain A whole life so lonely, and then you come and ease the pain I don't want to lose this feeling"
"Close your eyes, give me your hand Do you feel my heart beating, do you understand Do you feel the same, am I only dreaming Is this burning an eternal flame"

Sanft strich Robin seinem Freund durch die Haare, verwuschelte die blonde Mähne noch ein wenig mehr. Dieser hob seinen Kopf von der vertrauten Wärme, blickte in das Gesicht, sah diese schokobraunen Augen in die er sich einst auf Anhieb verguckt hatte und lächelte.
"Close your eyes, darling…", flüsterte er, wobei er dem Anderen federleicht mit seiner rechten Hand über die Schulter strich.
Ergeben schloss Robin die Augen. Er konnte sich denken, was Basti vorhatte - und er hatte recht, denn Sekunden später legten sich dessen Lippen auf seine.
Robin öffnete seine Lippen, gewährte Bastians drängender Zunge Einlass, die sich sofort um seine schlang, ihn neckte, ihn herausforderte und der größere wunderte sich wieder, wie geschickt sein Freund mit seiner Zunge umzugehen wusste. Noch nie hatte die Küsse eines anderen ihn so berührt, derartig erregt und in den Wahnsinn getrieben, wie Bastis, dessen Zunge gerade seine Zähne umkreiste, kurz darauf seinen Gaumen kitzelte.

Basti, der sich auf die Zehenspitzen gestellt hatte, um Robin zu küssen, presste sich an ihn, als wolle er ihn nie wieder loslassen, mit ihm verschmelzen.
Er grinste gegen Robins Lippen als er spürte, dass sich dessen Hände auf seinen Hintern legten, ihn so noch näher an sich drücken zu wollen schienen, beendete jedoch kurz darauf den Kuss um seinen Freund offen anzugrinsen.
"Sollte das gerade ein diskreter Hinweis sein?", fragte er, ergötzte sich an dem Anblick, den Robin bot. Die Augen ein wenig verschleiert, noch dunkler als sonst, fast schwarz, die geröteten Wangen, der beschleunigte Puls, den er durch den Stoff der Kleindung fühlte, die leicht geöffneten Lippen, verlangend nach mehr.
Wie schon so oft war Basti erstaunt, wie leicht er Robin mit einem Kuss aus der Fassung bringen konnte, genoss es jedoch in vollen Zügen.
"Ich weiß nicht recht." antwortete Robin noch ein wenig außer Atem. "Ich glaube schon. Immerhin hattest du in letzter Zeit kaum Zeit für mich."
"Oh, armer Robin.", entschuldigend strich der Blondschopf ihm mit dem Zeigefinger über die Wange. "Fühlst du dich vernachlässigt?"
Dieser verzog gespielt seine Lippen zu einer traurigen Schnute und nickte, wobei ihm einige Strähnen seiner schwarz gefärbten Haare über die Augen fielen.
Basti ließ es sich nicht nehmen diese süß verzogenen Lippen zu küssen, bevor er zwinkernd antwortete: "Then give me your hand, darling, and come with me."
Robin ging auf das Wortspiel ein, verdrehte theatralisch die Augen und seufzte. "You know, I'll follow you, wherever you'll go."

Während Basti seinen Freund an der Hand aus der Küche führte, erklangen aus dem Radio noch die letzten Zeilen des Songs.

"Close your eyes, give me your hand, darling Do you feel my heart beating, do you understand Do you feel the same, am I only dreaming An eternal flame"

Bereitwillig ließ sich der Größere in ihr gemeinsames Schlafzimmer führen, während er die Augen nicht von dem Hintern des Mannes vor ihm abwenden konnte, der wie so oft in einer hautengen Hose versteckt war, heute einmal in schwarz.
Vor der Schlafzimmertür hielt Basti an, drehte sich um und bemerkte Robins faszinierten Blick. Ein eindeutiges Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus und Robin wandte ertappt den Blick ab, versuchte sich mit einem "Selbst schuld, wenn du immer solche Hosen tragen musst." herauszureden.
"Aber Schatz, gerade dafür habe ich sie doch an!" flötete Basti nur, drehte sich wieder um und verschwand, sein Hinterteil aufreizend hin und her schwingend ins Zimmer.
Robin folgte ihm, etwas Undefinierbares murmelnd und wollte das Licht gerade einschalten, um das dunkle Zimmer etwas zu erhellen, als Basti ihn aufhielt.
"Lass es bitte aus, ja?"
"Warum?" Robin verharrte in der Bewegung und sein blick glitt fragend zu der schemenhaften Gestalt seines Freundes. "Schämst du dich?"
"Blödmann.", antwortete Basti, als plötzlich eine Kerze in seiner Hand begann zu brennen. "Ich finde es nur mit Kerzen viel romantischer."
"Kerzen, bist du sicher? Wir könnten das Licht auch dämmen."
"Bitte.", bat er und Robin konnte nicht widerstehen. Basti hielt die Kerze unterhalb seines Kopfes und der Schein der Flamme spiegelte sich in seinen Augen wieder, betonte das liebevoll bittende Lächeln, mit dem er den Anderen bedachte.
"Wie du willst."
Mit einem geflüsterten Dankeschön machte sich Basti nun daran, die wie aus Zauberhand erschienenen Kerzen anzuzünden. Robin hätte es nie für möglich gehalten, dass sie so viele Kerzen im Haus gehabt hätten. Langhalsige in passenden Kerzenständern, Teelichter, ja sogar einige Duftkerzen waren dabei und er musste schmunzeln.
"Du hast es geplant, nicht?"
Der Angesprochene, gerade die letzte Kerze angezündet, drehte sich langsam zu seinem Freund um, ging gemächlich auf diesen zu, die Schritte sicher zwischen die verschiedenen Lichter setzend.
"Vielleicht.", sagte er und griff an seinem Freund vorbei, um die Tür zu schließen, dem Raum einzig das Licht der Kerzen überlassend. Dann ging er auf das große Doppelbett zu, zog sich die Socken aus und legte sich hin, auf die Seite, den Kopf auf die Hand gestützt und blickte zu seinem Freund auf. "Vielleicht aber auch nicht..."
Den anderen Arm streckte er Robin entgegen.
"Komm her.", flüsterte er dann.
Dieser tat wie ihm geheißen. Langsam trat er auf das Bett zu, setzte sich dann auf die Bettkante, den Anderen bewundernd musternd. Das Flammenspiel ließ Bastis blonde Haare in den verschiedensten Rot- und Goldtönen aufleuchten, ein paar Strähnen waren ihm ins Gesicht gefallen und verdeckten seine Augen.
Robin beugte sich näher, sich mit einem Arm abstützend und fuhr mit der anderen Hand über Bastis Wange, höher hinauf, um schließlich die störenden Strähnen wegzustreichen und einen Blick auf zwei funkelnde Seen zu werfen. Tiefblau schimmerten sie, wie der ruhige Ozean.
Robin liebte diesen Blick, der ihn wie magisch anzuziehen schien, dunkel, funkelnd, verlockend. Für ihn waren Bastians Augen wie ein Blick in dessen Seele, in ihnen konnte er jede Gefühlsbewegung seines Freundes erkennen. Am liebsten mochte er sie, wenn sie vor Leidenschaft glühten, lustverhangen, wie auch jetzt ein wenig.
"Küss mich."
Bastis verführerisch rauchige Stimme ließ ihn seinen Blick von den Augen auf den Mund lenken. Einladend geöffnete Lippen, über die eine vorwitzige Zunge strich, um sie zu befeuchten. Einfach zum Küssen geschaffen.
Nur zu gerne rutschte Robin mehr in die Mitte des Bettes, beugte sich noch ein wenig vor und berührte diese Lippen mit seinen, schmeckte sie, eroberte sie tastend. Mit einem genussvollen Seufzen legten sich Bastis Hände um seinen Kopf, ehe er sich auf den Rücken fallen ließ, Robin mit sich ziehend und ja nicht den Kuss unterbrechend. Dieser krabbelte bereitwillig neben seinen Freund, positionierte sich etwas anders, die Arme jetzt rechts und links von Bastis Kopf abstützend. Kurz darauf löste er jedoch den Kuss, öffnete seine Augen wieder, die er geschlossen gehabt hatte und sah dem Anderen tief in die Augen. Schimmerndes blau traf auf dunkles braun.
"Ich liebe dich.", flüsterte Robin und küsste noch einmal kurz die noch feuchten Lippen, hauchzart dieses Mal, als wollte er seine Worte mit diesem Kuss noch unterstreichen.
Dann streichelte er sanft über Bastis Wange, zeichnete danach die Lippen nach, fuhr weiter nach unten über den Hals, bis hin zur Brust, wo er den obersten Knopf des Hemdes öffnete und einen Kuss auf das freigelegte Stück Haut platzierte. Weiter und weiter arbeitete er sich durch die nicht enden wollende Knopfreihe, bis auch schließlich der letzte störende Knopf gelöst war und er endlich das Hemd zur Seite schieben konnte.
Schließlich blies er sanft neckend über die fast gänzlich unbehaarte Brust, während Basti nur aufseufzend durch Robins Haare fuhr.
"Ich liebe deine weiche Haut.", hauchte Robin gegen Bastis Hals, was diesem einen Schauer über den Rücken schickte. "Deine Haare." Spielerisch ließ er einige Strähnen durch seine Finger gleiten, "Deine Ohren." und knabberte an den Ohrläppchen. "Deine Augen... deinen Mund...", flüsterte er, bevor er besagten mit einem langen Kuss vereinnahmte.
Basti hatte die ganze Zeit nur, Robins Berührungen genießend dagelegen, während er dessen Stimme lauschte. So tief, so dunkel, verführerisch.
"Und ich liebe dich.", gab er zurück, während er nun seinerseits seine Hände auf Wanderschaft schickte. Schnell fand er einen Weg unter Robins Pullover, streichelte zärtlich dessen Bauch, zeichnete die Muskeln dort nach, bevor er ihm das lästige Kleidungsstück über den Kopf zog, erst über den einen dann den anderen Arm.
Als das endlich geschafft war, fuhren Bastis Hände nun ungestüm, durch keinen Stoff mehr belästigt, über Robins breite Brust, zwickten spielerisch in die Brustwarzen, was diesem einen überraschten Laut entlockte.
Stürmisch presste sich Bastis Mund auf Robins, tanzte seine Zunge in dessen Mund. Robin schloss wieder seine Augen, was Bastian ausnutzte, und ihn mit Schwung auf den Rücken beförderte, sich dann über ihn rollte und auf seinen Oberschenkeln Platz nahm.
Robin blinzelte überrascht. Wie schon so oft hatte ihn der kleine Blondschopf mit seiner ungestümen Art überwältigt und sah ihn nun triumphierend an.
Robin beugte sich nach vorne, um seinen kleinen Wirbelwind erneut in einen Kuss zu verstricken, ihm dabei das Hemd endgültig von den Schultern streifend.
Plötzlich legte sich Bastis Hand auf seinen Schritt, der sich ihm entgegenwölbte und er keuchte in seinen Mund. Doch die Hand verweilte nicht lange dort, denn schon nestelte sie am Hosenknopf und ließ seine Hand, nachdem der Knopf endlich nachgegeben hatte, in Robins Hose gleiten, legte seine Hand um sein bereits erregtes Glied. Heiser stöhnte er auf.
"Du machst mich wahnsinnig.", murmelte er, als der Blonde begann ihn zu massieren.
Während seine Hand in Robins Hose verweilte, zog die andere kleine Kreise auf dessen Brust, trieb den Schwarzhaarigen so fast in den Wahnsinn.
Robin wusste nicht, wie lange er diese Berührungen noch ertragen konnte. Er verlangte mit jeder Faser seines Körpers nach Bastian. In letzter Zeit hatten sie wirklich viel zu wenig Zeit miteinander verbracht, was Robin allerdings jetzt erst wirklich bewusst wurde. Viel zu lange schon hatte sein Körper diese Berührungen entbehren müssen, viel zu lange hatte er nicht mehr Bastis lustverhangene Augen gesehen, halb verdeckt von blonden Wimpern, die im Dunkeln kaum zu erkennen waren und die er so liebte.
"Ich... will dich ganz.", raunte er und versuchte, die lästige Hose von den Beinen zu schieben.
Basti zog seine Hand zurück und half ihm, bevor er nickte. Anschließend zog er Robin auch noch die Shorts aus, setzte sich dann wieder auf dessen Oberschenkel.
Genüsslich betrachtete er den erregten Körper unter sich, streichelte mal hier, küsste ihn mal dort, bis Robin schließlich seine beiden Hände mit seinen ergriff. Sein Atem ging stoßweise.
"Wenn du so weitermachst, komme ich gleich jetzt und hier..." brachte er hervor, ehe er sich vorbeugte, um Basti leidenschaftlich zu küssen. "Außerdem finde ich es nicht fair, dass du noch etwas anhast."
Basti grinste gegen seine Lippen, stimmte jedoch nickend zu und erhob sich kurz, um in Windeseile Hose und Slip von den Beinen zu streifen und in die hinterste Ecke des Zimmers zu werfen. Anschließend kniete er sich breitbeinig über Robin, blickte ihm tief in die Augen.
Kurz darauf fühlte er eine Hand an seinem Glied. Reibend steigerte Robin seine Erregung, ließ ihn unterdrückt aufstöhnen. Wieder einmal zeigte der Schwarzhaarige seine Fingerfertigkeit und dieses Mal war es Basti, der seinen Freund stoppte, kaum noch fähig, einen klaren Gedanken zu fassen.
Noch einmal strich Robin kurz über Bastis Glied, bevor er seine Hand endgültig zurückzog, den Blonden über sich fragend ansah.
Schweratmend blickte dieser zurück; die Worte ‚Nimm mich' waren unverkennbar in seinen verschleierten Augen zu lesen und Robin kramte blind in seiner Nachttischschublade nach der Dose Gleitcreme, während er Basti für einen heftigen Kuss zu sich hinunter zog.
Hastig öffnete er die gefundene Dose und tauchte zwei Finger hinein, verteilte einen Teil der kühlen Masse zwischen Bastis Hinterbacken an seiner Öffnung, den anderen auf seinem Glied.
Er konnte es kaum noch erwarten ganz in seinem Geliebten zu versinken, seine Enge zu fühlen. Dass er der dominantere im alltäglichen Leben war, stimmte zwar nicht unbedingt, doch im Bett war es Basti lieber, wenn er unten lag und Robin in ihn eindrang.
Der zog Basti nun noch etwas höher, half ihm, sich richtig zu positionieren.
"Ok?", fragte er noch einmal zur Bestätigung, obwohl Bastis leuchtende Augen und heftiger Atem eigentlich keine Zweifel ließen.
Basti brachte nur ein gehauchtes "Ja." zustande.
Robin nickte, zog Bastis Kopf erneut zu einem tiefen Kuss zu sich heran und drang dabei langsam in ihn ein, kam den sich senkenden Hüften entgegen. Er spürte, wie sich Basti wie jedes Mal kurz verkrampfte und hielt inne, als er ganz in ihm versunken war; und wie immer kostete es ihn einiges an Beherrschung. Doch um keinen Preis wollte er seinem Liebsten wehtun, also verharrte er ruhig in ihm, bis der Blonde kurz mit dem Kopf nickte und seine Augen wieder aufschlug.
"Alles in Ordnung.", hauchte er, die Lieder auf Halbmast gesenkt, der Körper jedoch angespannt vor noch unbefriedigter Erregung.
Probehalber bewegte er die Hüften, ließ sie ein wenig kreisen, erntete dafür ein heiseres Keuchen Robins.
Basti lächelte und schloss die Augen. Der Schmerz war zwar noch nicht vollständig verflogen, doch er versuchte sich auf seine Lust zu konzentrieren, alle anderen Gefühle und Gedanken außer der sinnlichen Verbindung zwischen ihm und Robin zu ignorieren. Wieder ließ er seine Hüften kreisen, streichelte dabei über Robins Brust, gab einen langsamen Rhythmus vor, dem sich Robin nach und nach anpasste.
Der Schwarzhaarige legte seine Hände um die Hüfte des Anderen, half ihm somit, ihren Rhythmus beizubehalten, langsam das Tempo zu steigern.
Ein leichter Schweißfilm bedeckte ihre Haut, Keuchen erfüllte das Zimmer, doch keinen der beiden interessierte es.
Aufstöhnend beugte Robin sich vor, schlang die Arme um Bastis Nacken, um ihm noch näher zu sein, ihn noch intensiver spüren zu können. Träge schlug er die Augen auf und...

"Whaahhh!"
Wie vom Blitz getroffen hielt Basti inne.
"Was... Was ist?", fragte er, völlig aus dem Konzept gebracht und mit rauer Stimme, den Atem noch immer stoßweise von sich gebend.
"Scheiße, Basti!" Robins Stimme klang holprig und ebenso atemlos. "Der Teppich brennt!"

Irritiert blickte Basti ihn an, bevor sich die Bedeutung der Worte in sein Gehirn schlich. Jetzt nahm auch er den beißenden Geruch von Rauch wahr.
"WAS?!", rief er.
"D- Da..." Auch Robins Nebel, der seinen Geist bis eben noch umfangen gehalten hatte, lichtete sich nur langsam.
Im Rausch der Leidenschaft hatte keiner der beiden gemerkt, wie eine der Kerzen, die Basti aufgestellt hatte, bis zum Ende hinuntergebrannt war, und die Flamme nun den Teppich verbrannte. Ein fast tellergroßes Loch prangte schon im Teppich und die Flammen breiteten sich rasch weiter aus.
"...Oh mein Gott...", war das einzige, was Basti einfiel.
Hastig löste er die intime Verbindung mit Robin und drehte sich um, schnellstmöglich etwas zum Löschen zu finden. Die erotisch elektrisierte Spannung, die bis zu diesem Moment im Schlafzimmer geherrscht hatte, war wie weggeblasen.
"Was sollen wir denn jetzt machen?!" Hektisch sah er sich um, konnte jedoch keinen passenden Gegenstand zum Löschen finden, um einen Feuerlöscher hatten sie in ihrer Wohnung auch nicht.
An Erregung war gar nicht mehr zu denken, als Robin uns Basti im gleichen Moment eine Idee hatten und sie sich ohne irgendwelche weiteren Überlegungen, geschweige denn Worte, die Bettdecke packten, die am Fußende des Bettes lag, auf die Flammen warfen und hinunter drückten, um das kleine Feuer zu ersticken.

"Ich glaube,... wir haben es geschafft.", murmelte Robin ein wenig später außer Atem, als er die Decke ein wenig anhob und darunter lugte.
"Wahrscheinlich hast du recht."
Der Schwarzhaarige nickte noch einmal zur Bestätigung von Bastis Worten.
Dann ließ er sich plötzlich nach hinten fallen und begann zu kichern.
Verständnislos krabbelte Basti zu ihm hinüber und blickte ihn kniend von oben herab an.
"Was ist denn daran so lustig?!"
Doch Robin lachte nur noch mehr. "Ich erinnere mich nur an deine Worte von letztens. Warst du nicht der Meinung, etwas mehr Spannung und Aufregung würde unserer Beziehung gut tun? -- Nun, war das genug Aufregung?"
"Aufregung! Das hab' ich doch nur mal irgendwo gelesen!" Er gab ein abfälliges Schnauben von sich. "Der Teppich hat ein riesiges Loch, und außerdem..."
"Und außerdem?"
"... außerdem konnten wir nicht beenden, was wir angefangen haben...", murmelte Basti und machte dabei ein finsteres Gesicht.
Robins Lachen wandelte sich zu einem schalkhaften Grinsen.
"Mach dir nichts draus, Kleiner.", sagte er und wuschelte jenem durch die ohnehin schon verstrubbelten Haare. "Wir kaufen einen neuen Teppich, der hier war sowieso schon uralt und abgetreten, und was das andere betrifft... wer sagt, das wir es nicht jetzt noch beenden können?", raunte er und fuhr dabei mit seiner rechten Hand über Bastis Oberschenkel, was diesem einen Schauer über den Rücken schickte.
"Hm, überzeugt."
Genießerisch schloss er die Augen. Robin hatte recht. Der Teppich war wirklich schon ziemlich abgenutzt gewesen und schließlich war ja nichts Schlimmes passiert. Und was war schon ein blöder Teppich im Gegensatz zu Robins Händen, die sanft über seinen Körper strichen?

"Allerdings sollten wir vorher vielleicht erst die restlichen Kerzen ausmachen...
Zu viel Spannung und Aufregung kann einer Beziehung nämlich schaden, weißt du?... Außerdem möchte ich heute nicht mehr unterbrochen werden..."

Das "Aha.", das Robin daraufhin von sich gab, war das zusammenhängigste, was an diesem Abend noch über ihrer beider Lippen kam.


Übrigens hat keiner der beiden jemals wieder eine Kerze während des Liebesaktes brennen lassen.
Frei nach dem Motto: sicher ist sicher!

   

 

 

 

 

 
     




 

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